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MaSavoi

Rolfing

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Musireset® Bewegungsarbeit - BWA

Musireset Bewegungsarbeit besteht aus dem gesamten Repertoir an praktischer Bewegungserfahrung und entsprechendem theoretischen Wissen, welches ich mir im Laufe meines Lebens angeeignet habe. Und zwar:

a)  durch meine Freude am Erlernen und Ausüben der verschiedensten Sportarten seit meiner frühesten Jugend wie sämtliche Wintersportarten, klettern, schwimmen und tauchen, fliegen, Kanu, Leichtathletik, dann Sporthochschule und Leibeserziehung an der Oberschule, Leichtathletiktrainer (Stabhochsprung), Yoga und Chi Gong.

b)  durch mein Scheitern an einer Musikerkarriere und meine wiederholten Anläufe doch noch hinter das "Geheimnis" eines leichten freien Spiels zu kommen und mein schließlicher Erfolg nach jahrzehntelangem Probieren und Forschen

c)  durch meine nunmehr 25jährige Arbeit als Rolfer und Rolf Movement Practitioner (Bewegungslehrer). Während meiner Ausbildung habe ich Hubert Godard, meinen Rolferkollegen und ehemaligen Tänzer kennengelernt, nunmehr weltweit einer der raffiniertesten Bewegungsexperten und Forscher. Ich hatte seit Anbeginn das Glück fast alle seine Kurse zu besuchen und dann auf Masavoi mit ihm Kurse zu organisieren und zusammenzuarbeiten.

d)  durch meine 2jahrzehntelange Erfahrung und Erfolge mit Musikern konnte ich dabei vor allem den spezifischen feinmotorischen Bereich der verschiedenen Instrumente noch genauer erforschen

 

Das BewegungsABC eines jeden Musikers ist das Erlernen und Automatisieren des Bewegungsrepertoires, welches für ökonomisches Stehen und Sitzen in jeder Situation und für unbegrenzte Dauer notwendig ist, ohne dass Verspannungen, Kompressionen, Schmerzen oder körperliches Unbehagen auftreten!


schumann-02Wenn es dann um Bewegung geht, geht es natürlich auch um die Beweger, die Muskeln.
Es gibt Muskeln und Muskelgruppen mit verschiedenen Eigenschaften und Aufgaben in einem komplexen Zusammenspiel.

Tonische Muskulatur ist in erster Linie für Stabilisierung im Körper zuständig: je differenzierter und fein abgestimmt sie ihre Arbeit macht, desto stabiler aber auch flexibler ist der Körper.
Phasische Muskulatur ist für Aktion zuständig: je rationaler sie arbeitet desto ökonomischer ist die Bewegung.Tonische Muskulatur liegt vorwiegend in tieferen Schichten und ist von der Durchblutung, der Innervation und von der Gunst der Hebelgesetze her gesehen bevorzugt. Sie arbeitet unter günstigen Voraussetzungen, mit wenig Aufwand und ermüdet nur langsam.
Phasische Muskulatur arbeitet schneller und ist stärker, vom Verbrauch und den Hebelgesetzen her jedoch benachteiligt und ermüdet schneller.

Es ist also sinnvoll, dass der Mensch für „normale“ Stabilisierung und auch für langsamere, wenig aufwendige und event. länger anhaltende Bewegung die Tonische Muskulatur einsetzt.
Leider ist das meist nicht der Fall ! „Normale“ Stabilisierung  hieße ökonomische, sichere Stabilisierung. Wie das aber in der Praxis aussieht, ist individuell äußerst unterschiedlich!

Ein Beispiel: Ich gehe auf der Straße und sehe eine unvermeidbare Eisfläche. Schon bevor ich sie betrete schalten sich zur tonischen Stabilisierungsmuskulatur automatisch eine Menge phasische Muskeln dazu. Das gibt mir das Gefühl sicherer zu sein. In Wirklichkeit bin ich aber das Gegenteil: verkrampft und unflexibel. Falls ich rutsche bin ich unfähig schnell und flexibel zu reagieren und wenn ich falle ist die Gefahr einer Verletzung unvergleichlich höher!In diesem Beispiel sehen wir auch eindrücklich, welche Rolle die Psychologie und der Umgang mit Ängsten im Hintergrund dieses ganzen Zusammenspieles spielt.

Mit der Aktion ist es ähnlich: wenn die phasische Muskulatur zu stark arbeitet – und das geschieht leider fast immer – (die Kraft, mit der z.B. die  rechte Arm-Hand eines Geigers den Bogen hält, reicht normalerweise im besten Fall fürs Vielfache, also für mehrere Bögen) und nicht wohl koordiniert zwischen Beugern und Streckern, verliert die Musikerin an Leichtigkeit und Schnelligkeit und wird verkrampft.Die Bedeutung der Psychologie ist hier nicht so offensichtlich, aber  nichtsdestotrotz im Hintergrund vorhanden.

Die gute Nachricht ist, dass die verschiedenen Muskeln durch entsprechendes Training mit Musireset® lernen können ihre wahre Aufgabe im Sinne des gesamten Systems wahrzunehmen. Für Musiker ist das Ziel ein Zustand von „labiler Stabilität“ oder vielleicht noch besser „dynamischer Stabilität“ mit fein koordinierter, weicher, konzentrierter, präziser, aber „lässiger“, nonchalanter Aktivität.

Musireset Bewegungsarbeit ist ein weitläufiges Feld. Ich will noch ein Konzept herausgreifen, auch weil es mir für Musiker von Bedeutung erscheint: Exzentrische versus Konzentrischer Bewegung.

Zwei Beispiele:
a. Konzentrische Atmung ist jene Atmung, bei der der Raum nach oben nicht offen ist. Mit der Einatmung wird der Körper daher kürzer, das heißt, der Rundrücken wird größer, sein Radius nimmt zu. Der Fixpunkt z.B. der Treppenmuskeln wird der proximale Ansatz an den oberen Rippen, als Folge ziehen diese Hals und Kopf nach unten.
Mit exzentrischer Atmung ist der Raum nach oben offen. Der Körper wird beim Einatmen daher länger, der Rundrücken flacher. Zum  Fixpunkt der Treppenmuskeln wird der distale Ansatz an den Halswirbeln, als Folge ziehen diese die oberen Rippen nach oben.

b. Ich will einen Kasten schieben. Sobald ich dran gehe, spanne ich automatisch die Bauchmuskeln an (und löse damit eine Kettenreaktion hauptsächlich der Flexoren auf der Körpervorderseite aus) bevor ich überhaupt zu schieben begonnen habe. Damit glaube ich erst die Voraussetzung zu schaffen um überhaupt schieben zu können, nämlich die dazu notwendige Stabilisierung, einen Fixpunkt: Genau dadurch ende ich wiederum in der konzentrischen Falle. Erst wenn ich es wage, mit Schieben zu beginnen, ohne die oberflächlichen Bauchmuskeln zu aktivieren, werde ich sofort merken, dass der Boden der absolut beste Fixpunkt ist. Leider ist mir der aber nur durch Verzicht auf (vermeintliche) Stabilisierung – also Flexoren Einsatz – zugänglich. Gleichzeitig werde ich mit großer Verwunderung feststellen, dass mir bei unvergleichlich weniger Muskeleinsatz  viel mehr Kraft fürs Schieben zur Verfügung steht.
Ich glaube nach diesen zwei Beispielen ist es nunmehr nicht mehr allzu schwierig sich vorzustellen, wie eine Flötistin, eine Gitarristin, Cellistin, eine Harfenistin, ein Bassist, - kurz jeder Streicher, Bläser, aber auch Percussionist, Pianist und Musiker in diese „konzentrische Falle“ geraten kann!
In einem „Funktionskreis“, der bei den meisten Instrumenten zum einen vom Halten und/oder Stabilisieren des Instruments, zum anderen von dessen Bespielung  gegeben ist und zu einer „Umarmung“ wird, kann schon besonders durch das Halten/Heben des Instruments dieser Konzentrische Kreis über die Anspannung der Flexoren (darunter bes. die Hebemuskeln) ausgelöst werden – und das wiederum um vermeintlich mehr Sicherheit zu erwerben. Dies geschieht natürlich in Graden und erst wenn  eine bestimmte kritische Schwelle überschritten ist, wird es für den Musiker gefährlich und es kann zu technischen Beeinträchtigungen, später zu den verschiedensten Symptomen kommen.
Die „Umarmung“ muss exzentrisch bleiben, zentrifugal, d.h. leicht und expansiv in alle Richtungen....

Kurzum: Musireset BWA studiert und untersucht die menschliche Bewegung in all ihren Formen und komplexen Zusammenhängen mit einem einzigen, klaren Ziel:

 Leichte, ökonomische Bewegung am und mit dem Instrument

(siehe auch: Rolfing und Rolfing Movement unter Rolfing)

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